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chaelinjane

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Author: chaelinjane

  • Eine Nacht in Prag

    Eine Nacht in Prag

    Von dort, wo ich heute lebe, ist Prag erstaunlich nah – nur eine Grenze entfernt. Kafkas Stadt. Schon lange wollte ich diesen Ort besuchen, von dessen Schönheit ich so viel gehört hatte. Doch jedes Mal, wenn es so aussah, als könnte sich endlich ein freies Zeitfenster auftun, schob sich etwas anderes in den Kalender.

    Als der Sommer näher rückte, hörte ich dann von Christopher Nolans Die Odyssee. Das nächstgelegene Kino, in dem man den Film analog auf IMAX-70-mm-Film sehen konnte, lag in Prag. Es fühlte sich an wie ein Zeichen: Jetzt war der Moment gekommen.

    Der Film war bereits so gefragt, dass selbst einen Monat vor der Vorstellung kaum noch gute Plätze frei waren. Ich klickte mich durch die Termine, bis ich für eine Sonntagsvorstellung am frühen Nachmittag zwei Sitze leicht links von der Mitte entdeckte, und buchte sie sofort. Wenn wir schon so weit fuhren, dachte ich, konnten wir genauso gut einen Tag früher anreisen und ein wenig durch die Stadt streifen. Mit der Hotelbuchung warteten wir dennoch bis eine Woche vor der Abfahrt – beinahe so, als könnten zu viele Pläne im Voraus das Schicksal herausfordern und die ganze Reise doch noch zum Platzen bringen. Also machten wir uns auf zu unserer eigenen kleinen Odyssee: über eine Landesgrenze hinweg, nur wegen eines einzigen Films.

    An einem Samstagmorgen im Juli stiegen wir in den Bus nach Prag. Oben im Doppeldecker sitzend und die vorbeiziehende Landschaft betrachtend, hatte ich das Gefühl, auf einem großen Schiff zu sein, das langsam auf eine Insel namens Prag zutreibt. Ich öffnete Google Maps und speicherte unser Hotel, den Bahnhof und ein paar Cafes, Buchhandlungen, Galerien und Museen. Ich hatte nicht vor, in zwei Tagen alles abzuklappern. Aber ganz ohne Vorstellung loszufahren, liegt uns ebenso wenig. Lieber werfen wir vorher einen Blick auf die Karte und lassen uns dann dorthin treiben, wo Zufall und Gelegenheit uns hinführen.

    Nach dreieinhalb Stunden Fahrt über ein Meer aus Asphalt erreichten wir den Prager Hauptbahnhof. Bis zum Hotel waren es zu Fuß etwa dreißig Minuten. Mein Rucksack war ziemlich schwer, aber gerade weil wir die Stadt schon am nächsten Tag wieder verlassen würden, wollte ich so viel wie möglich zu Fuß zurücklegen.

    Diesmal hatte ich auch wieder eine richtige Kamera dabei. In letzter Zeit war ich meist nur mit einer Kompaktkamera unterwegs gewesen, doch für diese Reise setzte ich zum ersten Mal ein Canon-Objektiv mit 28-135 mm – ein Geschenk von Markos Onel – auf meine Fujifilm. Einen flüchtigen Moment in einer fremden Stadt ganz nah heranzuholen und ihn dann durch den Sucher zu betrachten – wie sehr ich diese Freude beinahe vergessen hatte.

    Früher hatte ich auf Reisen manchmal drei Festbrennweiten im Gepäck. Doch diese Reise war kurz. Ich wollte weniger Zeit mit Objektivwechseln verbringen und auch seltener allein stehen bleiben, nur um ein einziges Bild zu machen. Wenn man mit jemandem reist, hält in dem Moment, in dem man selbst stehen bleibt, auch die Zeit des anderen an. Diesmal wollte ich deshalb so viel wie möglich gemeinsam weitergehen – dieselben Dinge sehen, im selben Rhythmus unterwegs sein und die Bilder irgendwo dazwischen entstehen lassen.

    Ein erster Geschmack von Prag

    Obwohl wir in einem Land leben, das für sein Bier berühmt ist, trinken wir im Alltag kaum Alkohol. In Deutschland gibt es außerdem eine große Auswahl an guten alkoholfreien Bieren, was den Verzicht ziemlich leicht macht. Vielleicht ist es gerade deshalb umso schöner, wenn wir doch einmal trinken. Sobald es einen guten Anlass gibt, können wir das Schloss ohne allzu schlechtes Gewissen öffnen. Tschechien gilt als das Land mit dem höchsten Bierkonsum pro Kopf weltweit. Also beschlossen wir, uns diesem Strom für einen Moment einfach anzuschließen.

    Unser erster Halt war Naše maso, eine Metzgerei mit Restaurant, die uns ein deutscher Freund empfohlen hatte. Sie lag auf dem Weg zu unserem Hotel, also machten wir dort Mittagspause. Offenbar waren wir bei Weitem nicht die Einzigen, die davon gehört hatten. Vor dem Bestellterminal hatte sich eine lange Schlange von Touristen gebildet.

    Irgendwann fanden wir einen Platz und stellten einen frisch zubereiteten Burger und ein direkt vom Zapfhahn eingeschenktes Bier vor uns ab. Mit Fleisch ist es bei uns ein wenig wie mit Alkohol. Im Alltag versuchen wir, möglichst wenig davon zu essen. Ganz auf den Platz, den gutes Essen in unserem Leben einnimmt, wollen wir dennoch nicht verzichten. Auf Reisen lockern wir deshalb manchmal die Regeln. Mit leerem Magen biss ich in den saftigen Burger und nahm einen großen Schluck von dem malzigen Bier. Irgendwo in uns begannen Fleisch und Bier einen ausgelassenen Polka zu tanzen.

    Mit einer völlig übertriebenen Menge an Kalorien versorgt, gingen wir durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt und über die Karlsbrücke. Pünktlich zum Check-in um drei Uhr erreichten wir unser Hotel. Das Zimmer war klein und gemütlich, mit einem Fenster zur Straße. Wir stellten nur unsere Rucksäcke ab und gingen gleich wieder hinaus. Beim Weiterlaufen begegneten uns überall Stände, an denen das schornsteinförmige Gebäck Trdelník verkauft wurde. Ich hatte mir etwas in der Größenordnung eines Croissants vorgestellt, doch mit einer Portion Eis obendrauf sah unseres eher wie eine kleine Fackel aus. Eines hätte locker für uns beide gereicht. Stattdessen liefen wir beide mit riesigen Trdelník durch die Straßen, als wären wir mittelalterliche Stadtbewohner mit Fackeln in der Hand. Ich gab mir Mühe, schaffte es aber nicht, meinen ganz aufzuessen. Den Rest überließ ich schließlich den Bienen, die schon eine Weile begierig um den Zucker kreisten. Unsere erste Mahlzeit und unser erstes Dessert wären beinahe zugleich unser letztes Essen des Tages geworden. Uns blieb nichts anderes übrig, als weiterzulaufen.

    Zwei Bücher, dem Zufall verdankt

    Nachdem wir die Menschenmengen hinter uns gelassen hatten, schlenderten wir durch die ruhigeren Gassen der Malá Strana. Dort tauchte plötzlich eine einladende Buchhandlung vor uns auf: Shakespeare and Sons, einer der Orte, die ich auf der Karte gespeichert hatte. Ich hatte nicht einmal gezielt danach gesucht, und doch hatte ich das Gefühl, als hätte ausgerechnet der Ort, auf den ich mich am meisten gefreut hatte, zuerst mich gefunden.

    Drinnen wirkte alles, als hätte jemand ein altes Wohnhaus genommen und Wohnzimmer und Küche vollständig in Bücherregale verwandelt. Ob Café, Buchhandlung oder Museum – ich fühle mich meist stärker zu Orten hingezogen, die aussehen, als hätte dort über viele Jahre jemand gelebt, als zu Räumen, die bis ins Letzte makellos und durchgestaltet sind.

    Im Untergeschoss warteten noch mehr Bücher: Kunst, Fotografie, Architektur, Comics und zahllose weitere Themen. Das warme Licht der Lampen legte sich über Menschen, die in einzelnen Sesseln tief in ihre Bücher versunken waren. Da standen Sofas mit abgewetzten Kanten und Tische, die unter Bücherstapeln beinahe verschwanden. Selbst ein halber Tag hätte sich dort zu kurz angefühlt.

    Zwischen den Regalen entdeckte ich John Bergers The Moment of Cubism (Verso, 2026) und Hans Ulrich Obrists Ways of Curating (Penguin Books, 2015). Ich wollte den Prager Kubismus ein wenig besser verstehen, und Bücher über das Sehen und das Auswählen schienen mir zugleich etwas für die eigene Arbeit mitgeben zu können. Zusammen kosteten sie 898 tschechische Kronen, etwa 37 Euro – genug für ein gutes Essen zu zweit. Trotzdem waren es Texte, mit denen ich mich wirklich beschäftigen wollte. Und der Kauf fühlte sich zugleich wie eine kleine Geste der Unterstützung für eine Buchhandlung an, von der ich hoffte, dass sie noch lange bestehen würde. Selbst das gelbe Lesezeichen, das wir dazu bekamen, gefiel mir.

    Wir hatten nur einen einzigen Tag in Prag. Widerwillig schob ich den Wunsch beiseite, noch länger zu bleiben, steckte die beiden Bücher mit den weißen Einbänden vorsichtig in meine Tasche und trat wieder hinaus auf die Straße. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich sie gekauft habe, auch wenn es sich in diesem Moment ein wenig unvernünftig anfühlte.

    Ein Abend, an dem vier Jahreszeiten vergingen

    Als uns unsere eifrigen Schritte bis in den Abend getragen hatten, wollte ich mich am liebsten irgendwo hinsetzen. Vielleicht lag es an dem riesigen Trdelník, jedenfalls hatte ich kaum Hunger. Ein oder zwei Bier würden reichen.

    Da fiel uns das Pivovar U Medvídků ins Auge. Wir beschlossen, der Jahreszahl 1466 ein wenig Vertrauen zu schenken. Im Lauf der Jahrhunderte hatte das Gebäude viele verschiedene Leben geführt: als Brauerei, Bierhalle und Kabarett, zeitweise in staatlichem Besitz während des Sozialismus und später wieder in den Händen der ursprünglichen Eigentümer. Auch die zwischenzeitlich unterbrochene Brautradition wurde um 2004 wieder aufgenommen, als im Haus eine kleine Brauerei eingerichtet wurde.

    Sich nur für eine Sorte zu entscheiden, erschien uns fast schade, also bestellten wir ein Probierbrett. Kurz darauf standen vier kleine Gläser ordentlich nebeneinander auf dem Tisch. Die ersten beiden Biere waren frisch und lebendig. Die beiden danach wurden zunehmend dunkler, kräftiger und schwerer. Es fühlte sich an, als würden wir vom Frühling in den Sommer hinübergleiten und von dort weiter in den Herbst und den Winter.

    Wir machten ein Spiel daraus. Bei jedem Schluck mussten wir gleichzeitig ein Wort rufen, das wir mit der jeweiligen Jahreszeit verbanden. Manche kamen aus Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes, andere waren seltsame kleine Assoziationen, die ohne Vorwarnung auftauchten. Wir sprachen einfach alles aus, was uns in den Sinn kam. Kurz vor dem letzten Schluck des Winterbiers lautete mein letzter Beitrag: „Der Arbeit is Schnee!“
    Vier Jahreszeiten waren innerhalb weniger Gläser durch uns hindurchgezogen, und der Alkohol machte sich schneller bemerkbar, als wir gedacht hatten.

    Charles Stricklands letztes Wandbild

    Prag nach Einbruch der Dunkelheit fühlte sich wie eine andere Stadt an. Es war unsere erste Nacht dort und zugleich unsere letzte. Wir sammelten die letzten Kräfte und beschlossen, noch ein wenig weiterzuziehen.

    Inzwischen hatten wir Gefallen am Prager Bier gefunden. Beim Herumlaufen stießen wir auf eine gut besuchte Bar namens IV. Ich bestellte ein Budvar 33, das in einem niedrigen, bauchigen Halbliterglas serviert wurde, einem sogenannten pulitr. Es war ein helles Lager, doch seine herbe Bitterkeit trat deutlich hervor. An einer Wand befand sich ein üppiges Gemälde voller tropischer Pflanzen. Im gedämpften Licht musste ich an Somerset Maughams Der Mond und sechs Pence denken – an Charles Strickland auf Tahiti, der sein letztes Wandbild vollendet, während sein Körper immer weiter verfällt.

    Natürlich hatte das Bild vor mir kaum etwas mit dem Wandgemälde aus dem Roman gemeinsam. Doch der Alkohol begann bereits, die Konturen meiner Gedanken ein wenig weicher werden zu lassen, und eine genaue Ähnlichkeit war gar nicht nötig. Es reichte, um die Fantasie in Bewegung zu setzen. Ich fragte mich auch, wie wohl die Kulisse mit den üppigen Palmblättern ausgesehen hatte, vor der Kafka als Kind in einem Fotostudio fotografiert worden sein soll. Vielleicht ein wenig wie diese hier?

    Wir saßen dem Wandbild gegenüber, tranken unser Bier und sprachen darüber, wohin wir im Winter reisen könnten. Einen passenderen Ort, um Pläne und Ideen langsam Gestalt annehmen zu lassen, hätte ich mir kaum vorstellen können.

    Ein altes Arbeitszimmer und ein letztes Bier

    Auf unserem letzten Spaziergang fiel mir auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Raum auf, dessen Wände voller Regale mit alten Büchern waren. Zuerst hielt ich ihn für eine kleine Bibliothek, doch als ich näher kam, stellte sich heraus, dass es eine Bar war: das Café Club Míšeňská. An einer Bar voller Bücher konnte ich nicht einfach vorbeigehen. Bis zum Feierabend blieben nur noch etwa dreißig Minuten, doch wir beschlossen, dort unser letztes Bier zu trinken. Wir setzten uns auf ein Sofa nahe dem Ausgang. Vintage-Möbel, Pflanzen und Bücher füllten den Raum in einer ungezwungenen, bewohnten Mischung.

    Ich stellte mein Bier neben einer alten Schreibmaschine ab und zog nach und nach tschechische Bücher aus den Regalen. Ich konnte keinen einzigen Satz lesen, aber das spielte kaum eine Rolle. Das alte Papier zu berühren, die Schriftbilder zu betrachten und sich die Gestaltung der Einbände anzusehen, war schon für sich genommen ein Vergnügen.

    Nach der Reise begann ich, etwas über die Geschichte des Gebäudes nachzulesen. Einst befand sich dort eine Imkerei, und über viele Jahre hinweg wurden unter dem Besitz einer Familie Seife und Parfüm hergestellt. Seit 2016 wird das Haus als Café betrieben, während der Keller als kleiner Club für Konzerte und Aufführungen dient – eine Art Salon, in dem lokale Kultur und Menschen weiterhin zusammenfinden.

    Es sah ganz danach aus, als würde ich Prag verlassen, ohne Kafka je wirklich begegnet zu sein. Aber das war in Ordnung. Statt Franz Kafkas Spuren nachzugehen, hatte ich in der ganzen Stadt kleine Fragmente einer literarischen Atmosphäre gesammelt. Wenn ich nach Prag zurückkehre, möchte ich Míšeňská noch einmal bei Tageslicht besuchen. Beim nächsten Mal bestelle ich, glaube ich, lieber Kaffee als Bier.

    Ein stiller Morgen

    Zum Glück hatte ich keinen Kater. Ich wachte in der warmen Stille des Zimmers auf, schob mich vorsichtig unter der raschelnden Bettdecke hervor und trank einen Schluck Wasser. Dann nahm ich die beiden Bücher, die ich am Vortag gekauft hatte, zusammen mit meinem Tagebuch und setzte mich ans Fenster. Draußen war die Straße noch ruhig. Ab und zu fuhr ein einzelnes Auto vorbei.

    Wenn man mit jemandem reist, wird Zeit, die man allein mit Lesen und Schreiben verbringen kann, besonders kostbar. Lesen und Schreiben sind schließlich Tätigkeiten, die für mich erst dann wirklich Bedeutung bekommen, wenn ich ganz für mich bin. Ich rechnete mit dreißig Minuten, vielleicht höchstens einer Stunde. Am offenen Fenster, während der Wind ins Zimmer zog, machte ich es mir klein zusammengerollt bequem und schlug die erste Seite eines der Bücher auf. Nach ein paar Seiten fiel mir plötzlich ein Satz ein, den ich festhalten wollte, also griff ich stattdessen zum Tagebuch.

    Es war nur eine kurze Notiz über den Tag zuvor, ein Versuch, den zurückgelegten Weg noch einmal nachzuzeichnen. Als ich fertig war und den Eintrag noch einmal las, fiel mir auf, dass die längsten Passagen von zwei Dingen handelten: von der Freude, endlich wieder richtig mit einer Kamera zu fotografieren, und davon, ganz zufällig auf eine Buchhandlung gestoßen zu sein und sie mit zwei Büchern wieder verlassen zu haben.

    Vielleicht lässt es sich einfach nicht anders sagen. Bilder und Texte sind seit jeher meine ältesten Quellen. Ich schloss das Tagebuch und verstaute die Bücher wieder in meinem Rucksack.

    Wir checkten aus dem Hotel aus und machten uns mit unseren schweren Rucksäcken wieder auf den Weg durch die Stadt. Nachdem wir die Karlsbrücke überquert hatten und durch einen Durchgang ins Innere eines Gebäudekomplexes gelangt waren, öffnete sich vor uns ein kleiner Innenhof. Vor Jahrhunderten hatte dieser Ort zu einem Komplex des Malteserordens gehört. Heute befindet sich dort das L4 Cafe. Der Hof war auf allen Seiten von Gebäuden umschlossen, doch über unseren Köpfen blieb der Himmel offen. Es war zugleich draußen und drinnen, und der Lärm der Stadt schien hier wie durch eine dünne Schicht gedämpft. Mit Cappuccino und Kuchen begannen wir unseren Morgen in Prag.

    Eine Odyssee auf Film

    Das Cinema City Flora, in dem der Film gezeigt wurde, liegt östlich des Stadtzentrums. Mit der Straßenbahn waren wir etwas mehr als dreißig Minuten unterwegs. Im rechteckigen Rahmen des Fensters tauchte Prag unaufhörlich auf und verschwand wieder: Häuser, Menschen, Baumreihen entlang der Straßen. Nach einem einfachen Mittagessen im Einkaufszentrum betraten wir endlich den Kinosaal.

    Wir gingen durch ein Meer aus roten Sitzen und nahmen vor einer IMAX-70-mm-Leinwand Platz, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Mein Blick war auf dieser Reise vom Sucher meiner Kamera zu den Seiten meines Tagebuchs gewandert, dann zu dem viereckigen Stück Himmel zwischen den Häusern des Innenhofs. Nun erreichte er das letzte Ziel unserer Reise: diese gewaltige Leinwand. Das Licht durchdrang Bild für Bild die großen Filmstreifen und entfaltete auf der weit geöffneten Leinwand überwältigende Szenen. Wenn die Leinwände, die ich bis dahin gekannt hatte, die Welt mit zusammengekniffenen Augen betrachtet hatten, dann fühlte sich 70 mm an, als würden sie die Augen plötzlich weit öffnen und all jene Details sichtbar machen, die die ganze Zeit da gewesen waren und sich doch verborgen hatten.

    Wir folgten Odysseus auf der Insel Ogygia bei Kalypso, während einzelne Bruchstücke seiner Erinnerung zurückkehrten, und begleiteten ihn auf seinem langen Weg nach Hause. Besonders James Blakes Stimme zog mich vollkommen in ihren Bann und wurde für mich zu einem der prägendsten Klänge des Soundtracks. Als der Film vorbei war und wir mit der Rolltreppe nach unten fuhren, reichte Marco mir einen seiner Kopfhörer. Wir hörten den Abspannsong „When I’m Home“ immer wieder und sprachen dabei über das, was wir gerade gesehen hatten. Bis zu unserem Bus nach Hause blieben noch etwa vier Stunden. Also fuhren wir noch zum Tanzenden Haus an der Moldau und machten uns von dort zu Fuß auf unseren letzten Spaziergang durch Prag, zurück in Richtung Hauptbahnhof.

    Im Abendbus zurück nach Regensburg hob ich den Blick von einem der neu gekauften Bücher und sah aus dem Fenster. Nur eine einzige Nacht in Prag.

    Keines der Museen und keine der Galerien, die ich auf Google Maps gespeichert hatte, hatten wir besucht. Und trotzdem erstaunte mich, wie viel künstlerische Zeit uns in diesen kurzen, zufälligen Begegnungen zugefallen war: die Schätze im Untergeschoss der Buchhandlung, vier kleine Biere, in denen die Jahreszeiten vorüberzogen, eine Bar voller Bücher, mein aufgeschlagenes Tagebuch am Hotelfenster und jene überwältigenden Landschaften, die sich auf 70-mm-Film vor uns entfalteten.

    Zum Glück war unser Heimweg erheblich kürzer als der des Odysseus. Noch immer vom Schwung der Reise erfasst, blieb ich bis zwei Uhr morgens wach, stürzte mich ziemlich geräuschvoll von einem Thema ins nächste und fiel erst danach ins Bett. Für jemanden wie mich, der von einem Leben träumt, das ganz von Büchern und Kunst durchzogen ist, schienen die Bilder aus Prag immer wieder dasselbe zu flüstern. Dieses Leben gibt es. Also komm zurück. Komm noch einmal her und lass dich ganz von diesem Traum forttragen.

    *Auch verfügbar auf:

  • 하룻밤의 프라하

    하룻밤의 프라하

    지금 사는 곳에서 국경 하나를 넘으면 생각보다 금세 프라하에 닿는다. 카프카의 도시. 아름답다고 소문난 그곳을 언젠가는 방문해 보고 싶었지만, 이상하게도 여유가 생길 만하면 다른 일정이 들어찼다.

    그러다 여름이 다가올 무렵, 크리스토퍼 놀란 감독의 영화 <오디세이> 소식을 들었다. 아날로그 IMAX 70mm를 경험할 수 있는 가장 가까운 상영관이 프라하에 있었다. 드디어 떠날 때가 왔다는 신호였다. 영화의 인기가 상당해서 상영 한 달 전이었는데도 좋은 좌석은 거의 없었다. 날짜를 넘겨보다 일요일 낮 시간에 중앙 좌측 두 자리가 남아 있는 것을 발견했다. 바로 예매했다. 그렇다면 전날 미리 도착해 짧게나마 프라하 도심을 구경하면 좋을 것 같았다. 혹시라도 무슨 일이 생겨 여행 자체가 취소될까봐 숙소 예약은 출발 일주일 전까지 미뤘다. 영화 한 편을 보기 위해 국경을 넘는, 우리만의 작은 오디세이를 펼치기로 했다.

    7월의 토요일 아침, 우리는 프라하로 향하는 버스에 올랐다. 2층 버스에 앉아 창밖을 보고 있으니 커다란 배를 타고 프라하라는 섬으로 흘러가는 기분이었다. 구글 지도를 켜 숙소와 기차역, 몇몇 카페와 서점, 미술관, 박물관을 저장했다. 1박 2일 동안 이 장소를 모두 다 둘러볼 욕심은 없었다. 그래도 아무것도 모른 채 떠나는 것보다는 한 번쯤 지도를 훑어본 뒤, 기회와 우연이 닿는 쪽으로 흘러가 보는 편을 좋아한다.

    세 시간 반가량 아스팔트 바다를 항해한 끝에 프라하 중앙역에 도착했다. 숙소까지는 걸어서 삼십 분. 배낭은 제법 무거웠지만 겨우 이틀 머물다 떠날 도시라고 생각하니 한 걸음이라도 더 걷고 싶었다.

    이번에는 카메라도 제대로 챙겨왔다. 최근에는 컴팩트 카메라만 들고 다녔는데, 이번에는 마르코 삼촌이 주신 28-135mm 캐논 렌즈를 처음으로 후지필름 카메라에 달았다. 낯선 도시의 한 순간을 바짝 당겨 뷰파인더 안에서 들여다보는 일. 한동안 잊고 있던 즐거움이었다. 예전에는 단렌즈 3개를 주렁주렁 가지고 다니기도 했다. 하지만 이번 여행은 짧았다. 렌즈를 바꾸는 시간도, 사진 한 장을 위해 혼자 멈춰 서 있는 시간도 줄여야 했다. 누군가와 함께 떠난 여행에서는 내가 멈추면 상대방의 시간도 같이 멈춘다. 이번에는 가능한 한 함께 걷고, 함께 보면서 사진도 담아내고 싶었다.

    프라하의 첫 맛

    맥주로 유명한 나라에 살면서도 우리는 평소 술을 거의 마시지 않는다. 독일에는 무알코올 맥주도 제법 맛있는 것이 많다. 이런 생활은 오히려 술을 마셔야 할 날에 빛을 발한다. 마셔야 할 이유가 생겼을 때 별다른 죄책감 없이 자물쇠를 풀 수 있기 때문이다. 체코는 1인당 맥주 소비량이 세계에서 가장 많다고 알려져 있으니 그 흐름에 따라 보기로 했다. 첫 번째 목적지는 독일 친구가 추천해 준 정육점 겸 식당 나세마소(Naśe maso). 숙소로 걸어가는 길에 들러 점심을 먹기로 했다. 이미 유명한 곳인지 키오스크 앞에는 관광객들이 긴 줄을 이루고 있었다.

    마침내 자리를 잡고 수제 버거와 탭에서 갓 따른 맥주를 앞에 두었다. 고기도 우리에게는 술과 비슷하다. 평소에는 가능한 한 적게 먹지만, 미식이 삶에서 차지하는 자리를 완전히 포기할 수는 없다. 그래서 여행지에서는 가끔 규칙을 느슨하게 한다. 텅 빈 위장으로 육즙 가득한 버거를 베어 물고 고소한 풍미의 맥주를 들이켰다. 고기와 맥주가 뱃속에서 열정적인 폴카를 추기 시작했다.

    고열량의 에너지를 충전한 우리는 구시가지의 중세 골목을 지나 카를교를 건넜다. 체크인 시간인 오후 세 시에 맞춰 숙소에 도착했다. 거리 쪽으로 난 창문이 있는 아늑한 방이었다. 배낭만 내려놓고 곧장 다시 밖으로 나왔다. 걷다 보니 거리 곳곳에서 굴뚝 모양의 빵, 트르델니크를 팔고 있었다. 크루아상 정도의 크기를 예상했는데 아이스크림까지 얹혀 나온 것은 작은 횃불만 했다. 하나만 사서 나눠 먹었어도 충분했을 텐데, 우리는 중세 사람들이 횃불을 들고 걷듯 거대한 트르델니크를 들고 계속 걸었다.

    최선을 다했지만 끝내 다 먹지는 못했다. 단맛에 달려드는 벌들에게 나머지를 내어주었다. 자칫하면 첫 끼와 첫 디저트가 그날의 마지막 음식이 될 뻔했다. 소화시키려면 부지런히 걸을 수밖에.

    우연히 닿은 두 권의 책

    인파를 빠져나와 비교적 한적한 말라스트라나 골목을 걷는데, 눈앞에 근사한 책방이 나타났다. 지도에 저장해 두었던 셰익스피어 앤 손즈(Shakespeare and Sons)였다. 애써 찾지 않았는데 가장 기대했던 장소가 먼저 나를 찾아온 기분이었다. 문을 열고 들어가자 오래된 집의 거실과 주방을 모조리 책장으로 바꾸어놓은 듯한 공간이 펼쳐졌다. 나는 카페든 서점이든 박물관이든 말끔하고 세련된 곳보다 누군가 오래 살다 간 집처럼 느껴지는 공간에 더 쉽게 마음을 내준다.

    지하로 내려가자 예술, 사진, 건축, 만화 등 더 많은 카테고리의 책들이 기다리고 있었다. 1인용 소파에 앉아 책 속에 잠긴 이들을 램프 불빛이 따뜻하게 감싸고 있었다. 가장자리가 닳은 소파, 책이 폭발하듯 쌓여있는 책상. 이곳에서만 반나절을 보내도 모자랄 것 같았다. 수많은 책 사이에서 존 버거의 <The Moment of Cubism>(Verso, 2026)과 한스 울리히 오브리스트의 <Ways of Curating>(Penguin Books, 2015)을 발견했다. 프라하의 큐비즘을 조금 더 이해하고 싶었고, 보는 법과 고르는 법에 관한 책이라면 지금의 작업에도 무언가를 남겨줄 것 같았다.

    898코루나, 약 37유로. 두 사람이 배부른 한 끼를 먹을 수 있는 돈이었다. 그래도 공부하고 싶은 텍스트이기도 했고, 이런 서점이 계속 존재하기를 바라는 마음도 보태었다. 함께 받은 노란색 책갈피까지 마음에 들었다. 단 하루뿐인 프라하. 책방에 더 머물고 싶은 마음을 간신히 접고, 흰 표지의 두 책을 조심스럽게 가방에 넣었다. 지나고 보니 무리해서 책을 구매했던 게 참 잘한 선택이었다.

    사계절이 지나간 저녁

    열의에 찬 걸음이 저녁까지 이어지자 어디든 앉아 쉬고 싶어졌다. 거대한 트르델니크 덕분인지 배는 별로 고프지 않았다. 적당하게 맥주나 한 잔 마시기로 했다. 그때 눈에 들어온 것이 우 메드비드쿠 브루어리(Pivovar U Medvídků)였다. ‘1466’이라는 숫자의 무게를 한번 믿어보기로 했다.

    오랜 세월 동안 양조장에서 맥주홀로, 카바레로, 사회주의 시기에 잠시 국가 소유가 되었다가 다시 원래 주인을 되찾으며 시대의 변화를 통과한 건물이었다. 한동안 끊겼던 양조의 전통도 2004년경에 소규모 양조장이 다시 들어서면서 이어지고 있었다.

    한 종류만 고르기는 아쉬워 테이스팅 세트를 주문했다. 잠시 후 네 잔의 작은 맥주가 나란히 테이블 위에 놓였다. 첫 두 잔은 청량하고 활기찼다. 뒤의 두 잔은 갈수록 맛은 짙고 묵직해졌다. 봄에서 여름으로, 그리고 가을과 겨울로 건너가는 것 같았다.

    우리는 맥주를 한 모금 마실 때마다 그 계절과 관계된 단어를 동시에 외치기는 게임을 하기로 했다. 함께 보낸 시간에서 나온 말도 있었고, 그 계절을 생각하면 떠오르는 엉뚱한 인상도 서슴없이 뱉었다. 겨울맛 맥주의 마지막 한 모금을 앞두고 외친 나의 마지막 문장은 “Der Arbeit ist Schnee!(일이 눈처럼 쌓여있다!)”였다. 네 개의 계절이 짧은 시간 안에 한꺼번에 지나가자 취기가 빨리 올라왔다.

    찰스 스트릭랜드의 마지막 벽화

    어둠이 내린 프라하는 낮과 다른 도시가 되었다. 프라하에서 맞는 첫 밤이면서 동시에 마지막 밤이었다. 남은 힘을 끌어모아 더 탐험해 보기로 했다. 프라하의 맥주 맛에 조금씩 매료되고 있던 우리는 우연히 사람들이 붐비는 바를 발견했다. Bar IV. Budvar 33 맥주를 주문하자 낮고 배가 볼록한 반 리터짜리 맥주잔 풀리트르에 담겨 나왔다. 밝은 라거였지만 쌉싸름한 맛이 선명했다. 방 한쪽에는 열대 식물이 가득한 벽화가 있었다. 어두운 조명 아래 그 그림을 바라보다가 서머싯 몸의 소설 <달과 6펜스>가 생각났다. 주인공 찰스 스트릭랜드가 타히티에서 망가져가는 몸으로 완성한 마지막 벽화. 물론 내가 보고 있는 그림과 소설 속 그림은 많이 다르겠지만, 오랜만에 알코올 기운이 스며든 머릿속에서 문학적인 상상을 발휘하기에는 그것으로 충분했다. 어린 카프카가 사진관에서 촬영했다던 야자잎이 무성한 배경도 이와 비슷했을까. 우리는 벽화를 마주한 채 맥주를 마시며 겨울에 떠날 여행지에 대해 이야기했다. 계획과 아이디어를 떠올리기에 그보다 더 적절한 공간은 없었을 것 같다.

    오래된 서재와 마지막 맥주

    마지막 산책길, 맞은 편 건물에 오래된 책들이 잔뜩 꽂힌 서재가 보였다. 작은 도서관인가 싶어 가까이 다가갔는데 매력적인 바였다. 카페 클럽 미센스카(Café Club Míšeňská). 책과 함께하는 바를 그냥 지나칠 수는 없었다. 영업 종료까지 삼십 분 정도밖에 남지 않았지만 이곳에서 마지막 맥주를 마시기로 했다. 출구 가까운 소파에 자리를 잡았다. 빈티지 가구와 식물, 책들이 뒤섞여 있었다. 오래된 타자기 곁에 맥주잔을 내려놓고 체코어 고서를 하나씩 꺼내 보았다. 한 문장도 읽을 수 없었지만 오래된 종이를 만지고 활자와 장정의 구성을 살펴보는 것만으로 충분히 즐거웠다. 여행이 끝난 뒤 이 건물의 과거를 찾아보았다. 한때 양봉장이 있었고, 오랜 세월 한 가문의 소유 아래 비누와 향수를 만들던 곳이었다. 지금은 2016년부터 카페로 운영을 시작해 지하실은 여러 공연이 열리는 작은 클럽으로 쓰이며 지역 문화와 사람들을 엮는 살롱이 되고 있다.

    아무래도 이번 프라하에서는 카프카를 제대로 만나보지 못하고 돌아갈 것 같았다. 그래도 괜찮았다. 프란츠 카프카의 흔적을 찾아다니는 대신 문학적인 기운을 도시 곳곳에서 긁어모으고 있었으니까. 다음에 프라하에 온다면 미센스카에는 낮에 다시 와보고 싶다. 그때는 맥주 대신 커피를 주문해 봐야겠다.

    고요한 아침

    다행히 숙취는 없었다. 포근하고 조용한 방에서 눈을 떴다. 부스럭거리는 이불을 조심스레 빠져나와 물을 한 모금을 마셨다. 전날 산 두 권의 책과 일기장을 챙겨 창가에 앉았다. 거리는 아직 조용했고, 이따금씩 자동차가 한 대씩 지나갔다. 누군가와 함께 떠난 여행에서 혼자 읽고 쓰는 시간을 얻는 일은 귀하다. 독서와 글쓰기는 근본적으로 완전히 혼자가 되어야 의미 있는 행위이기 때문이다. 삼십 분, 길어야 한 시간 정도는 확보할 수 있을 것 같았다. 바람이 들어오는 창가에 웅크리고 앉아 책의 첫 페이지를 넘겼다. 몇 장을 더 읽다가 문득 쓰고 싶은 말이 생각이 나 일기장을 펼쳤다. 전날의 여정을 복기하는 간단한 기록이었다. 다 쓰고 다시 읽어보니 가장 길게 쓴 건 카메라로 제대로 사진을 찍은 기쁨과 우연히 발견한 서점에서 두 권의 책을 사게 된 이야기였다. 어쩔 수 없이 사진과 텍스트는 나의 오래된 원천인 모양이다. 일기장을 덮고, 책을 다시 배낭에 넣었다.

    호텔 체크아웃. 다시 무거운 가방과 함께 거리로 나섰다. 카를교를 건너 건물 안쪽으로 들어가자 작은 중정이 나타났다. 수백 년 전에는 몰타 기사단 수도회 건물 일부였던 공간에 지금은 L4 Cafe가 자리 잡고 있었다. 사방을 건물이 둘러싸고 있었지만 머리 위로는 하늘이 열려 있었다. 바깥이면서 안쪽이고, 도시의 소음은 한 겹 얇아져 있었다. 카푸치노와 케이크로 프라하의 아침을 열었다.

    필름 위의 오디세이

    영화가 상영될 시네마 시티 플로라(Cinema City Flora, Palac Flora)는 도심 동쪽에 있다. 트램을 타고 삼십 분 남짓 이동했다. 창문이라는 직사각형 프레임 안에서 프라하의 건물과 사람과 가로수가 끊임없이 들어왔다가 빠져나갔다. 쇼핑센터에서 점심을 간단히 먹은 후 마침내 상영관으로 들어갔다. 붉은 좌석들의 물결을 지나 처음 보는 IMAX 70mm 스크린 앞에 앉았다. 카메라의 뷰파인더에서, 일기장 페이지로, 중정의 건물 사이로 보이는 네모난 하늘에서 이제 여행의 마지막 목적지였던 거대한 스크린으로 시선을 두었다. 빛이 거대한 필름을 한 겹씩 통과해 사방으로 시원하게 트인 스크린에 경이로운 장면들을 풀어냈다. 그동안 봐왔던 스크린이 실눈을 뜨고 있었다면, 70mm 스크린에서는 눈을 활짝 뜨고 숨겨진 장면 모두를 보여주는 것 같았다. 칼립소가 있는 오기기아 섬에서 조금씩 기억을 떠올리는 오디세우스를 따라 그가 집으로 돌아가는 기나긴 여정을 함께했다. 영화의 오리지널 사운드 트랙에서 상징적인 목소리가 된 제임스 블레이크의 노래에는 완전히 사로잡히고 말았다.

    영화가 끝나고 에스컬레이터를 내려가면서 마르코가 이어폰 한쪽을 건넸다. 우리는 영화의 엔딩곡이었던 “When I’m Home”을 반복해서 들으며 소감을 나누었다. 집에 돌아가는 버스 시간까지 4시간 정도가 남았다. 블타바강변에 있는 댄싱 하우스 쪽으로 가서 프라하 중앙역으로 마지막 산책을 즐겼다.

    레겐스부르크로 돌아가는 저녁 버스 안에서 새로 산 책을 읽다가 창밖을 바라보았다. 단 하룻밤의 프라하. 구글 지도에 저장해 둔 미술관이나 박물관에는 가지도 못했는데, 우연히 마주한 짧은 순간에도 예술적인 시간을 누릴 수 있어 놀라웠다. 책방 지하의 보물들, 사계절을 지나던 네 잔의 맥주, 그리고 책들이 가득한 바, 호텔 창가에서 펼친 일기장, 황홀했던 70mm 속 풍경들. 우리는 다행히 오디세우스보다 훨씬 빠르게 집으로 돌아왔다. 충동에 사로잡힌 나는 그날 새벽 2시까지 이것저것 공부를 요란하게 하다가 잠이 들었다. 책과 예술로 뒤덮인 삶을 꿈꾸는 나에게, 프라하에서 본 장면들이 자꾸만 속삭였다. 그 꿈은 실제로 존재해. 그러니 어서 다시 한번 더 이곳으로 와서 마음껏 꿈에 사로잡혀 있어보라고.

    *다른 언어로 읽기:

  • One Night in Prague

    One Night in Prague

    From where I live now, Prague is surprisingly close – just one border away. Kafka’s city. I had long wanted to visit the place I had heard so much about, yet somehow, whenever I thought I might finally have the time, something else would slip into the calendar.

    Then, as summer approached, I heard about Christopher Nolan’s The Odyssey. The nearest cinema where we could experience it in analog IMAX 70mm was in Prague. It felt like a sign that the time had finally come. The film was already so popular that, even a month before the screening, nearly all the good seats were gone. I clicked through the dates until I found two seats left of center for a Sunday matinee and booked them immediately. If we were going all that way, I thought, we might as well arrive the day before and spend a little time wandering through the city.

    We held off booking our hotel until a week before departure, almost as if making too many arrangements in advance might somehow tempt fate and cause the whole trip to fall through. And so we set out on a small odyssey of our own: crossing a border for the sake of a single film.

    On a Saturday morning in July, we boarded a bus bound for Prague. Sitting on the upper deck and watching the landscape pass outside the window, I felt as though we were aboard a large ship, drifting towards an island called Prague. I opened Google Maps and saved our hotel and the train station, along with a handful of cafes, bookshops, galleries, and museums. I had no intention of trying to see them all in two days. Still, rather than setting off knowing nothing at all, we like to glance over a map first and then let ourselves drift towards whatever chance and coincidence happen to place in our path.

    After three and a half hours sailing across a sea of asphalt, we arrived at Prague’s main station. It was a thirty-minute walk to our hotel. My backpack was fairly heavy, but knowing we would leave the city again tomorrow made me want to take as many steps as I could.

    This time, I had brought a proper camera with me too. Lately I had been traveling with little more than a compact camera, but for this trip I mounted a 28-135mm Canon lens, a gift from Marco’s uncle, onto my Fujifilm camera for the first time. Drawing a fleeting moment in an unfamiliar city closer, then studying it through the viewfinder – this was a pleasure I had almost forgotten.

    There was a time when I travelled with three prime lenses dangling from my bag. But this journey was short. I wanted to spend less time changing lenses, and less time standing alone in one place for the sake of a single photograph. When you travel with someone, your stopping also brings their time to a halt. This time, I wanted, as much as possible, to keep walking together – to look at the same things together, and somehow make photographs along the way.

    The First Taste of Prague

    Even though we live in a country famous for beer, we hardly drink at all in everyday life. Germany also has a wide range of good non-alcoholic beers, which makes abstaining fairly easy. If anything, this kind of routine makes the occasions when we do drink feel more worthwhile. When a good enough reason presents itself, we can loosen the lock without much guilt. The Czech Republic is said to have the highest beer consumption per capita in the world, so we decided to go with the flow.

    Our first stop was Naše maso, a butcher shop and restaurant recommended by our German friend. On the way to our hotel, we stopped there for lunch. Apparently, we were far from the only ones who had heard of it. A long line of tourists had formed in front of the ordering kiosk. Eventually, we found a place to sit and set down a freshly made burger and a beer poured straight from the tap next to us. Meat, for us, is a little like alcohol. We try to eat as little of it as possible in ordinary life, but neither of us is quite willing to give up the place that good food occupies in our lives. So when we travel, we occasionally let the rules loosen. On an empty stomach, I bit into the juicy burger and took a long drink of the rich, malty beer. Somewhere inside us, the meat and beer began dancing an enthusiastic polka.

    Properly fueled with an unreasonable amount of calories, we made our way through the medieval lanes of the Old Town and crossed Charles Bridge. We reached our hotel just in time for the three o’clock check-in. Our room was small and cosy, with a window overlooking the street. We dropped our backpacks and headed straight back outside. As we walked, we kept seeing stalls selling chimney-shaped pastries called trdelník. I had imagined something roughly the size of a croissant, but once topped with ice cream, ours looked more like a small torch. One would easily have been enough to share. Instead, we each carried an enormous trdelník through the streets like medieval townspeople bearing torches. I did my best, but I couldn’t finish. In the end, I surrendered what was left to the bees, who had been circling eagerly around the sugar. Our first meal and first dessert very nearly became our last food of the day. There was nothing left to do but keep walking.

    Two Books Found by Chance

    After leaving the crowds behind, we wandered through the quieter streets of Malá Strana, where an inviting bookshop appeared in front of us. It was Shakespeare and Sons, one of the places I had saved on the map. I had not gone looking for it, yet somehow the place I had been most excited to visit seemed to find me first.

    Inside, the rooms felt as though someone had taken an old house and turned its living room and kitchen entirely into bookshelves. Whether it is a cafe, a bookshop, or a museum, I am more easily drawn to places that feel like a home someone once lived in for years than to spaces polished into sleek perfection.

    Downstairs, even more books waited: art, photography, architecture, comics, and countless other subjects. Warm pools of lamplight fell over readers sunk into books on single armchairs. There were worn sofas with frayed edges and tables buried beneath stacks that seemed ready to burst. Half a day would hardly have felt enough.

    Among the shelves, I found John Berger’s The Moment of Cubism (Verso, 2026) and Hans Ulrich Obrist’s Ways of Curating (Penguin Books, 2015). I wanted to understand Prague’s Cubism a little better, and books about ways of seeing and ways of choosing felt as though they might leave something behind in my own work as well. Together they cost 898 Czech koruna, about 37 euros – enough for a generous meal for two. Still, these were texts I genuinely wanted to study, and buying them also felt like a small way of supporting a bookshop I hoped would continue to exist. I even loved the yellow bookmark tucked in with them.

    We had only one day in Prague. I reluctantly folded away the wish to stay longer, slipped the two white-covered books carefully into my bag, and stepped back outside. Looking back, I am glad I bought them, even if it felt slightly extravagant at the time.

    An Evening That Passed Through Four Seasons

    By the time our enthusiastic walking carried us into the evening, I was ready to sit down almost anywhere. Perhaps because of the enormous trdelník, I was not particularly hungry. A beer or two seemed enough.

    That was when Pivovar U Medvídků caught my eye. We decided to place a little trust in the weight of the number 1466. Over the centuries, the building had passed through many lives: brewery, beer hall, cabaret, a period of state ownership under socialism, and eventually a return to its original owners. Its brewing tradition, interrupted for a time, was revived around 2004 with the opening of a small in-house brewery.

    Choosing just one beer felt like a missed opportunity, so we ordered a tasting flight. Four small glasses soon appeared in a neat row across the table. The first two were crisp and lively. The next two grew darker, deeper, and heavier. It felt like moving from spring into summer, then crossing over into autumn and winter.

    We made a game of it. With each sip, we had to call out a word connected to that season at exactly the same time. Some came from memories we had made together; others were odd little associations that surfaced without warning. We said them all without hesitation. Just before the final sip of the winter beer, my last contribution was: “Der Arbeit is Schnee!” (Work is piling up like snow!) Four seasons had passed through us in the space of a few glasses, and the alcohol caught up with us quickly.

    Charles Strickland’s Final Mural

    Prague after dark felt like a different city. It was our first night there, and at the same time our last. We gathered what energy we had left and decided to keep exploring.

    By then, we were becoming increasingly fond of Prague’s beer. While walking, we came across a crowded bar called IV Bar. I ordered a Budvar 33, which arrived in a squat, round-beliied half-litre glass known as a pulitr. It was a pale lager, but the bitterness came through with surprising clarity.

    On one wall was a mural dense with tropical plants. Looking at it under the dim lights, I thought of Somerset Maugham’s The Moon and Sixpence – of Charles Strickland in Tahiti, finishing his final mural as his body deteriorated around him. The painting in front of me was, of course, nothing like the one in the novel. But with alcohol beginning to soften the edges of my thoughts, the resemblance did not need to be exact. It was enough to set the imagination in motion. I also wondered about the lush palm-leaf backdrop used in the photography studio where Kafka was said to have been photographed as a child. Could it have looked anything like this?

    We sat facing the mural, drinking our beer and talking about where we might travel that winter. I can hardly imagine a better place for letting plans and ideas begin to take shape.

    An Old Study and One Last Beer

    On our final walk, I noticed a room across the street lined with shelves of old books. At first, I thought it might be a small library, but when I moved closer, I realized it was a bar: Cafe Club Míšeňská. A bar full of books was not something I could simply walk past. There were only about thirty minutes left before closing, but we decided to have our final beer there. We took a seat on a sofa near the exit. Vintage furniture, plants, and books filled the room in a loose, lived-in arrangement.

    I set my beer beside an old typewriter and began pulling Czech books from the shelves, one by one. I could not read a single sentence, but that hardly mattered. Touching the aged paper, looking at the type, and studying the way the books had been bound was pleasure enough.

    After the trip, I looked into the history of the building. It had once housed an apiary and, for many years under the ownership of a single family, was used to make soap and perfume. Since 2016, it has operated as a cafe, while the cellar has become a small club for concerts and performances – a kind of salon that continues to bring together local culture and people. It seemed I would leave Prague without ever properly meeting Kafka. That was all right. Instead of tracing Franz Kafka’s footsteps, I had been gathering fragments of literary atmosphere from all over the city. If I return to Prague, I would like to come back to Míšeňská in daylight. Next time, I think I will order coffee instead of beer.

    A Quiet Morning

    Thankfully, there was no hangover. I woke in the warmth and stillness of the room, slipped carefully out from under the rustling duvet, and took a sip of water. Then I gathered the two books I had bought the day before, along with my journal, and sat by the window. The street was still quiet. Every now and then, a single car passed below.

    When traveling with someone, time alone to read and write feels especially precious. Reading and writing, after all, are acts that only become fully meaningful when one is entirely alone. I thought I might have thirty minutes, perhaps an hour at most. Curled up by the open window with the breeze coming in, I turned to the first page of one of the books. After a few pages, a sentence I wanted to write suddenly came to me, so I opened my journal instead.

    It was only a brief record of the day before, a way of retracing the route we had taken. When I finished and read it back, I noticed that the longest passages were about two things: the pleasure of properly taking photographs with a camera again, and the story of finding a bookshop by chance and leaving with two books.

    Perhaps there is no getting around it. Images and words have always been my oldest sources. I closed the journal and packed the books back into my bag.

    We checked out of the hotel and stepped back into the city with our heavy backpacks. After crossing Charles Bridge and turning into the interior of a building, we came upon a small courtyard. Centuries ago, the space had formed part of a complex belonging to the Order of Malta. Today, it is home to L4 Cafe. Buildings enclosed the courtyard on every side, yet the sky remained open above us. It was outside and inside at once, with the noise of the city softened by a thin layer of distance. We began our Prague morning there with cappuccino and cake.

    An Odyssey on Film

    Cinema City Flora, where the film was being screened, lies to the east of the city center. The tram ride took a little over thirty minutes. Through the rectangular frame of the window, Prague kept appearing and disappearing: buildings, people, rows of trees along the street. After a simple lunch at the shopping center, we entered the cinema at last.

    We passed through waves of red seats and sat down before an IMAX 70mm screen unlike any I had seen before. My gaze had traveled from the camera’s viewfinder to the pages of my journal, then to the square of sky framed by the buildings around the courtyard. Now it arrived at the final destination of the journey: this enormous screen. Light passed through the great strips of film, frame by frame, releasing extraordinary images across a screen that seemed to open in every direction. If the screens I had known until then had been looking at the world through narrowed eyes, 70mm felt like seeing with them fully open, revealing details that had always been there but somehow remained hidden.

    We followed Odysseus as fragments of memory returned to him on Calypso’s island of Ogygia, and traveled with him through the long passage home. I was completely take by James Blake’s voice, which became one of the defining sounds of the film’s score. When the film ended and we rode the escalator down, Marco handed me one side of his earphones. We listened to the closing song, “When I’m Home,” on repeat while talking through what we had just seen. There were still about four hours before our bus home. So we headed towards the Dancing House by the Vltava and took one last walk through Prague on our way back to the main station.

    On the evening bus back to Regensburg, I looked up from one of the books I had just bought and gazed out the window. Only one night in Prague. We had not made it to any of the galleries or museums I had saved on Google Maps, and yet I was struck by how much artistic time had found us in brief, accidental encounters: the treasures in the basement of the bookshop, four small beers passing through the seasons, a bar filled with books, my journal open by the hotel window, and those breathtaking landscapes unfolding across 70mm film.

    Thankfully, our journey home was much shorter than Odysseus’s. Still caught in the momentum of the trip, I stayed up until two in the morning, noisily throwing myself into one subject after another before finally falling asleep. For someone who dreams of a life covered in books and art, the scenes I had seen in Prague kept whispering the same thing to me. That life exists. So come back. Come back once more, and let yourself be completely carried away by the dream.

    *Reading in other languages:

  • Ein Tagebuch, das zu einem Kunstwerk heranwächst

    Ein Tagebuch, das zu einem Kunstwerk heranwächst

    Seit letztem Jahr fülle ich meine Tagebücher mit der Haltung, als würden sie eines Tages veröffentlicht werden. Ich verwende Buchstaben und Bilder aus gedruckten Materialien, eigene Texte und Zeichnungen, Masking Tape und Sticker. Der Prozess ähnelt der Aufnahme einer Improvisation, genau in dem Moment, in dem sie entsteht. Statt mit einem ausgefeilten Layout zu beginnen, lasse ich zuerst meine Hände arbeiten. So bleibt der Rhythmus des Tages auf der Seite zurück. Es fühlt sich an, als würde ich nach und nach, in Echtzeit, ein Magazin über mein eigenes Leben gestalten. Die erste Edition habe ich shcließlich tatsächlich eingescannt und jeweils zwei Seiten öffentlich geteilt.

    Als ich die erste Edition beendet hatte, waren fünfzehn Tage vergangen, seit ich meine Mutter hatte gehen lassen. Etwa zehn Prozent des Notizbuchs waren noch leer, doch in den folgenden zwei Monaten konnte ich überhaupt nicht mehr Tagebuch schreiben.

    Eines Tages stieß ich beim Streifzug durch eine Buchhandlung auf ein Notizbuch, das mich sofort anzog. Es gehörte zur Notizbuch-Reihe der Insel-Bücherei. Es war kleiner als das Tagebuch, das ich aus Korea mitgebracht hatte, und fast fünfmal so teuer. Doch sein Design erinnerte mich an die gebundenen Bücher der Insel-Bücherei, die ich schon lange mochte. Außerdem wirkte es nicht wie ein einzelnes Notizbuch, bei dem es bei einem Band bleiben würde, sondern wie etwas, das ich im gleichen Format weiter sammeln und mit der Zeit zu einer Reihe anwachsen lassen könnte. Die Energie dieses neuen Notizbuchs half mir, Ende April wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Ich versuchte, den unterbrochenen Rhythmus wieder aufzunehmen. Jedes Mal, wenn ich es aufschlug, hatte ich das Gefühl, selbst an einem Buch zu schreiben. Dieses Gefühl ließ mich noch tiefer in die Seiten eintauchen.

    Bevor ich mich wirklich entschied, Tagebücher zu schreiben, die eines Tages öffentlich gezeigt werden könnten, hatte ich bereits einmal bei einer kleinen Buchmesse in Korea eines meiner Tagebücher ausgestellt. Dort stellte ich Private Paradise vor, mein erstes selbstverlegtes Buch, das aus meinen Tagebuchaufzeichnungen entstanden war. Das Originaltagebuch nahm ich mit, weil ich dachte, es könnte dem Buch eine stärkere Wahrhaftigkeit verleihen. Die Besucherinnen und Besucher meines Standes interessierten sich nicht für das Buch, sondern auch für das Tagebuch selbst. Ich beobrachtete mit Neugier, wie sie die Seiten vorsichtig umblätterten ⎯ mit einer Mischung as stillem Interesse und jenem leisen Schuldgefühl, das sich einstellt, wenn man in das Tagebuch eines fremden Menschen blickt.

    Später, als ich die Artbook-Reihe SAPA (Stacked and Piled Attempts) entwickelte, ließ ich eines meiner Tagebücher für eine Ausstellung in einer Buchhandlung sogar fast einen Monat lang dort. Fotografien latte ich bis dahin schon mehrmals ausgestellt, doch es war das erste Mal, dass mein Tagebuch allein in einem Raum blieb, ohne mich. Es machte mir Angst, so persönliche Aufzeichnungen fremden Menschen zugänglich zu machen. Zugleich stammte das Tagebuch aus einer Zeit, die schon einige Jahre zurücklag, und die wichtigsten Passagen waren ohnehin in einer Geheimsprache geschrieben, die ich mit siebzehn erfunden hatte. Diese Distanz machte es mir leichter, das Tagebuch dortzulassen.

    Auch in Deutschland machte ich eine ähnliche Erfahrung. Für die Menschen, denen ich hier begegnete, waren meine Tagebücher etwas Rätselhaftes. Wenn ich ihnen eines zeigte, verweilten sie lange bei jeder einzelnen Seite, fast so, als betrachteten sie ein Bild, obwohl das meiste auf Koreanisch geschrieben war. Es berührte mich auf stille Weise zu sehen, dass Menschen dem Tagebuch eines anderen auch dann mit Vorsicht begegnen, wenn sie die Worte darin nicht lesen können.

    Mit der Zeit, während ich beobachtete, wie Menschen auf meine Tagebücher reagierten, wurde mir etwas klar. Ein Tagebuch mag zunächst dazu dienen, den Alltag festzuhalten. Für mich aber ist es zugleich das Werk, an dem ich länger gearbeitet habe als an allem anderen in meinem Leben. So wie ein Bild auf der Leinwand zur Sprache einer Malerin werden kann oder ein Roman zur Sprache einer Schriftstellerin, ist das Tagebuch für mich zu einer Form geworden, in der ich Zeit bewahre und meine eigene Welt ausdrücke. Der Rhythmus der Handschrift, Collagen aus ausgeschnittenem Papier, Fotografien und Zeichnungen, Notizen und Leerstellen ⎯ all diese Elemente wurden zu einer eigenen visuellen Sprache. Sie erreichten die Menschen, noch bevor der geschriebene Inhalt es konnte. Als ich begriff, dass ein Tagebuch eine ähnliche Reaktion hervorrufen kann wie ein Kunstwerk, beschloss ich, meine Tagebücher bewusster nach außen zu tragen. Ich begann, sie nicht länger als tägliche Notizen zu sehen, sondern als Artbooks, die Seite für Seite entstehen.

    Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, die erste Edition meines Tagebuchs zusammen mit Fotografien und Notizen in einem Festivalraum auszustellen. Menschen, die kein Koreanisch lesen konnten, verweilten vor den Seiten. Manche betrachteten die Zeichnungen aufmerksam, andere untersuchten die collagierten Elemente. Wieder andere blätterten durch mehrere Seiten, auf der Suche nach den vereinzelten deutschen Sätzen, die zwischen dem Koreanischen auftauchten. Dabei wurde mir erneut bewusst, dass das, was ich seit Langem hervorbringe, nicht einfach ein Tagebuch ist. Es ist eine visuelle Arbeit, in der sich Text, Bild und Zeit Schicht für Schicht ablagern.

    Auch in Zukunft möchte ich meine Tagebücher nicht bloß als Mittel begreifen, um einen Tag festzuhalten. Sie bleiben der Ausgangspunkt meiner Arbeit ⎯ und vielleicht das Medium, das mich am längsten begleiten wird. Neben dem fortlaufenden Archiv der Originaltagebücher möchte ich aus diesen Aufzeichnungen neue Bücher entstehen lassen. Manche Seiten werden bleiben, wie sie sind; andere werden zu Essays und Artbooks neu zusammengefügt und verwandeln sich in eigenständige Arbeiten. Eine Aufzeichnung endet nicht. Sie wächst weiter, in immer neuen Formen.

    Was ich schaffen möchte, ist nicht ein einzelnes Buch. Es ist eine Welt, die über lange Zeit hinweg entsteht ⎯ aus Aufzeichnungen, die aus dem Leben eines Menschen hervorgehen, sich miteinander verbinden, sich erweitern und nach und nach ein eigenes Ganzes bilden. Die erste Seite bereits aufgeschlagen. Es bleibt nur eines zu tun: die Seite von heute zu vollenden und morgen die nächste aufzuschlagen. So werde ich, über einen sehr langen Zeitraum hinweg, das Leben eines Menschen veröffentlichen.

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  • A Journal Growing into a Work of Art

    A Journal Growing into a Work of Art

    For the past year, I have been filling my journals with the mindset of ‘publishing’ them. I use letters and images cut from printed materials, along with my own handwriting, drawings, masking tape, and stickers. The process feels much like recording an improvisation exactly as it unfolds. Rather than starting with an elegant plan for the layout, I let my hands move first, leaving the rhythm of the day on the page. It feels as though I am editing, little by little and in real time, a magazine about my own life. When the first edition began to take shape, I also started scanning and sharing it publicly, two pages at a time.

    By the time I finished the first edition, fifteen days had passed since my mother’s death. There was still about ten percent of the notebook left to fill, but for the next two months, I could not write in my journal at all.

    Then one day, while wandering through a bookstore, I came across a notebook that immediately drew me in. It belonged to the Notizbuch series by Insel-Bücherei. It was smaller than the journal I had brought from Korea and nearly five times more expensive, but I loved its design, which closely resembled the hardcover Insel-Bücherei books I had always admired. It also seemed like the kind of notebook I could continue to collect in the same format, one volume after another, rather than something that would end with a single book. The new notebook gave me enough energy to begin writing again at the end of April. I tried to pick up the rhythm that had been interrupted. Each time I opened it, I felt as though I were writing a book of my own, and that feeling helped me sink more deeply into the pages.

    Before I made a conscious decision to write journals that could one day be shown to others, I had already exhibited one of my journals at a small book fair in Korea. I was there to introduce Private Paradise, my first independently published book, which was based on my diary entries. I brought the original journal with me, thinking it might lend the book a stronger sense of truth. Visitors to the booth were drawn not only to the book, but also to the journal itself. I watched with interest as they turned its pages carefully, with a mixture of quiet curiosity and the faint guilt that comes from looking into someone else’s diary.

    Later, when I created SAPA (Stacked and Piled Attempts), an art book series, I left one of my journals at a bookstore for nearly a month as part of an exhibition. I had shown my photographs in exhibitions several times before, but this was the first time my journal had remained in a space without me. It frightened me a little to make such private records available to strangers. Still, the journal was from several years earlier, and the most important passages had already been written in a secret language I had invented when I was seventeen. That distance made it easier to let the journal stay there.

    After coming to Germany, I had a similar experience. To the people I met here, my journals seemed to be mysterious objects in their own right. Whenever I showed one to someone, they would linger over each page for a long time, almost as if they were looking at a painting, even though most of the words were written in Korean. It felt strange and quietly moving to realize that even when the language could not be read, people still approached someone else’s diary with care.

    Each time I placed my journals before others, I began to understand something. A journal may serve as a record of daily life, but for me, it is also the work of art I have sustained longer than anything else in my life. Just as a painting on canvas can be an artist’s language, or a novel can be a writer’s, the journal has become the form through which I hold time and express my world.

    The rhythm of handwriting, collages made from cut paper, photographs and drawings, notes and empty spaces ⎯ all of these elements were becoming a visual language of their own, reaching people before the written content could. Once I realized that a journal could draw a response similar to the one people have before a work of art, I decided to bring my journals into the world more deliberately. I began to think of them not as daily notes, but as art books completed one page at a time.

    Recently, I had the opportunity to exhibit the first edition of my journal alongside photographs and notes in a festival space. People who could not read Korean still lingered in front of the pages. Some looked carefully at the drawings; others examined the collaged fragments; some searched through page after page, looking for the occasional German sentence scattered among the Korean. Watching them, I felt once again that what I had been creating all this time was not merely a journal, but a visual work built from layers of writing, images, and time.

    I do not want my journals to remain merely tools for recording the day. They will continue to be the starting point of my work, and perhaps the medium I will stay with the longest. Alongside the ongoing archive of the original journals, I hope to create new books from those records. Some pages will remain as they are, while others will be gathered into essays and art books, becoming works of their own. A record does not end; it continues to grow into other forms.

    What I want to make is not a single book. It is a world formed slowly over time, as the records born from one person’s life connect, expand, and begin to belong to one another. The first page has already been opened. There is only one thing left for me to do: complete today’s page, and tomorrow, open the next. In this way, over a long stretch of time, I will continue publishing the life of one person.

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  • 작품으로 자라는 일기

    작품으로 자라는 일기

    작년부터 일기장을 ‘출판’한다는 태도로 채워 나가고 있다. 여러 인쇄 매체에서 오려낸 글자와 이미지, 직접 쓰고 그린 글과 그림, 마스킹테이프와 스티커를 활용하고 있다. 그 과정은 즉흥 연주를 그대로 녹음하는 일과 비슷하다. 레이아웃에 대한 근사한 계획보다는 일단 손이 먼저 움직이고, 그날의 리듬이 페이지 위에 남는다. 매일 조금씩 내 삶을 주제로 한 매거진을 실시간으로 편집한다는 감각과 함께, 첫 번째 에디션은 실제로 2페이지씩 스캔해 외부에 공개하기도 했다.

    첫 번째 에디션을 끝낸 무렵은 엄마를 떠나보내고 보름이 지난 후였다. 노트 전체 페이지의 10% 정도가 남은 상황이었지만, 그 후로 두 달 동안 일기를 전혀 쓰지 못했다.

    어느 날 책방을 산책하다가 무척 끌리는 노트를 발견했는데, 인젤 출판사(Insel-Bücherei)에서 나온 노티츠부흐(Notizbuch, 노트) 시리즈였다. 한국에서 산 원래 일기장보다 크기가 작고 가격은 5배나 비쌌지만, 평소 좋아하던 인젤 출판사 양장 책과 꼭 닮은 디자인이 무척 마음에 들었다. 그리고 한 권으로 끝내는 게 아니라, 같은 규격의 일기장을 계속 쌓아가기에도 적절해 보였다. 새 노트가 주는 기운 덕분에 4월 말부터는 일기를 다시 쓸 수 있었다. 중단된 리듬을 잇기 위해 애썼다. 노트를 펼칠 때마다 직접 책을 쓰는 기분이 들어서 더욱 몰입이 잘 되었다.

    사실 본격적으로 공개가 가능한 일기를 쓰기로 마음 먹기 전에, 한국에서 열린 작은 북페어 행사에서 일기장을 전시한 적이 있었다. 일기 기록을 기반으로 독립출판한 내 첫 책 <사적인 파라다이스>를 소개하는 자리였다. 원본 일기장이 책의 진정성을 높일 수 있을 것 같아 함께 들고 갔다. 부스를 방문한 사람들은 책뿐만 아니라 일기장에도 큰 관심을 보였다. 타인의 일기장을 본다는 약간의 죄책감과 은근한 호기심이 섞여 사람들이 페이지를 조심스레 넘기는 모습을 흥미롭게 지켜보았다.

    그 후로 아트북 콘셉트의 <SAPA(Stacked and Piled Attempts)> 시리즈를 만들었을 때는 책방에 전시를 위해 아예 한달 가까이 일기장을 두고 오기도 했다. 그동안 사진 전시는 여러 번 해봤지만, 현장에 나 없이 일기장만 두는 경험은 처음이었다. 타인에게 사적인 기록을 공개하는 게 두렵기도 했지만, 몇해 전 일기장이었고, 중요한 내용은 이미 열일곱 살 때 발명한 비밀 언어로 작성한 상태라 부담이 덜했다.

    독일에 와서도 비슷한 경험을 했다. 여기서 만나는 사람들에게 나의 일기장은 미스테리한 물건 그 자체였다. 그들에게 일기장을 보여주면 대부분 한국어로 쓰여있음에도 불구하고 페이지 한 장 한 장을 마치 그림을 감상하듯 오래 바라보았다. 읽을 수 없는 상황에서도 타인의 일기장을 조심스럽게 대하는 태도를 여기서도 확인할 수 있어서 신기했다.

    이렇게 일기를 공개하는 몇 번의 경험 끝에 깨달았다. 일기장은 나날의 기록이라는 기능을 담고 있지만, 내 인생을 통틀어 가장 오래 지속해 온 작품과도 같다는 것. 화가에게는 캔버스에 그린 그림이, 작가에게는 소설 한 권이 자신을 표현하는 예술이듯 나에게는 일기장이 시간을 머금고 나의 세계를 표현하는 예술 그자체가 된다. 손글씨의 리듬, 종이를 오려 붙인 콜라주, 사진과 드로잉, 메모와 여백. 그 모든 요소가 하나의 시각 언어가 되어 글의 내용 자체보다 먼저 사람들에게 다가가고 있었다. 일기장으로도 실제 예술 작품을 감상할 때와 비슷한 반응을 이끌어낼 수 있다는 걸 확인한 후, 나는 본격적으로 일기를 세상에 드러내기로 결심했다. 나는 일기를 하루의 메모가 아니라, 한 페이지씩 완성해 가는 아트북으로 생각하기 시작했다.

    최근 열린 페스티벌의 공간에서 첫 번째 에디션 일기장과 사진, 메모를 함께 전시할 기회가 있었다. 한국어를 읽지 못하는 사람들이 페이지 앞에 머물렀다. 그림을 유심히 보기도 하고, 콜라주한 요소들을 살펴보기도 하고, 드문드문 쓰여있는 독일어 문장을 찾아 여러 페이지를 탐색해 읽기도 했다. 내가 오랫동안 생성해 온 것은 단순한 일기장이 아니라, 글과 이미지, 시간이 한데 쌓여 만들어진 하나의 시각적 작업이라는 것을 다시 한번 느꼈다.

    앞으로도 나는 일기를 단순히 하루를 기록하는 도구로만 남겨 두고 싶지 않다. 일기는 내 작업의 출발점이자 가장 오래 이어질 매체가 될 것이다. 원본 일기장을 꾸준히 아카이빙하는 한편, 그 기록을 바탕으로 새로운 책들을 만들어 갈 생각이다. 어떤 페이지는 원래의 형태로 남고, 어떤 페이지는 에세이와 아트북으로 다시 엮이며 또 다른 작품이 된다. 기록은 끝나는 것이 아니라 계속 다른 형태로 자라난다.

    내가 만들고 싶은 것은 책 한 권이 아니다. 한 사람의 삶에서 비롯된 기록들이 서로 연결되고 확장되며, 오랜 시간에 걸쳐 하나의 세계를 이루는 일이다. 그 첫 페이지는 이미 펼쳐졌다. 내가 해야 할 일은 하나다. 오늘의 페이지를 완성하고, 내일 다시 다음 페이지를 펼치는 것. 그렇게 아주 오랜 시간에 걸쳐 한 사람의 삶을 출판해 가는 일이다.

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  • Mitten im Wunder

    Mitten im Wunder

    Es gibt Zeiten, in denen sich ein Tag kaum vom nächsten unterscheidet. Dann wünschen wir uns, dass endlich etwas Außergewöhnliches geschieht. Etwas, das unser Leben von Grund auf verändert. Ein Lottogewinn. Endlich eine Lösung für ein Problem, das uns seit Jahren begleitet. Solche Momente sind selten. Doch zieht man einen einzigen außergewöhnlichen Augenblick immer weiter in die Länge, wird er irgendwann ununterscheidbar vom gewöhnlichen Alltag ⎯ wie ein Regenbogen, dessen Konturen so weich werden, dass sie mit dem Himmel verschmelzen. Vielleicht gehen wir tagtäglich durch Wunder hindurch, ohne sie als solche zu erkennen.

    Mein Vater kam nach Deutschland, nachdem er den Jakobsweg nach Santiago de Compostela in 33 Tagen zu Fuß gegangen war. Es war sein erster Besuch in der Stadt, in der ich heute lebe, und ich wollte, dass er von hier Erinnerungen mit nach Hause nimmt, die bleiben. Einer dieser Wünsche war eine Reise in die Dolomiten ⎯ ein Ort, von dem er seit Jahrzehnten geträumt hatte.

    Ich gehöre eigentlich nicht zu den Menschen, die gerne mit einem bis ins Detail geplanten Reiseplan unterwegs sind. Lieber lasse ich Platz für Abenteuer und folge dem, was mir der Zufall unterwegs schenkt. Doch diese Reise war anders. Ich wollte die gemeinsame Zeit für meinen Vater so gut wie möglich gestalten. Wann immer ich einen freien Moment hatte, saß ich über Landkarten, verglich Wanderwege und suchte nach einer noch besseren Route als am Tag zuvor.

    Ich liebe das Reisen. Nur das Packen werde ich wohl nie lieben. Vor jeder Reise beginnt derselbe kleine Kampf: möglichst leicht zu packen und trotzdem auf alles vorbereitet zu sein. Erst gegen zwei Uhr morgens war der Rucksack endlich gepackt. Ein paar Stunden später machte ich mich bereits auf den Weg zum Münchner Hauptbahnhof.

    Doch schon mit den ersten Zug begann alles aus dem Runder zu laufen. Verspätungen zogen eine Kette weiterer Verzögerungen nach sich, eine Reservierung nach der anderen wurde wertlos, und erst als wir bereits unterwegs waren, fiel mir auf, dass ich zwar meinen deutschen Aufenthaltstitel dabeihatte, beim Umräumen in letzter Minute aber den Rucksack mit meinem Reisepass zu Hause gelassen hatte. Nachdem ich mich einen Moment lang gesammelt hatte, blieb nur eins: improvisieren. Freunde machten sich mit meinem Reisepass auf den Weg nach München, und irgendwie schaffte ich es, gerade einmal zehn Sekunden vor Abfahrt in den letzten Direktzug nach Brenner einzusteigen. Ironischerweise hätte ich genau diesen Zug verpasst, wenn er pünktlich gewesen wäre.

    Als wir nach mehreren Zug- und Busfahrten schließlich unsere Unterkunft erreichten, war es fast neun Uhr abends. Draußen regnete es noch immer in Strömen. Fast zwölf Stunden hatten wir allein für die Anreise gebraucht ⎯ ein ganzer Tag unserer viertägigen Reise, noch bevor sie eigentlich begonnen hatte.

    Ich war kurz davor, in Panik zu geraten. Mein Vater dagegen sagte immer wieder: „Alles gut. Das ist doch nicht schlimm.“ Mir tat es unendlich leid. Er war es gewesen, der die lange und anstrengende Reise auf sich genommen hatte, und trotzdem war er es, der mich beruhigte. Es hatte keinen Sinn, dem nachzutrauern, was bereits schiefgelaufen war. Also beschlossen wir, die verbleibende Zeit einfach so gut wie möglich zu genießen.

    In der Nacht, nachdem mein Vater schlafen gegangen war, wurde der Regen noch stärker. Ich schaltete nur eine kleine Lampe ein und schlug das Buch und das Tagebuch auf, die ich mitgebracht hatte. Die Wettervorhersage versprach einen weiteren Tag voller Regen, und natürlich war ich ein wenig enttäuscht. Doch kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, wurde auch mein Inneres ruhiger. In einer fremden kleinen Ortschaft zu lesen und zu schreiben, während draußen der Regen gegen die Fensterscheiben fiel, fühlte sich wie ein kleiner Luxus an.

    Die Wettervorhersage sollte recht behalten. Am nächsten Tag regnete es ohne Unterbrechung. Wir spazierten durch das Dorf, besuchten ein kleines Museum und gingen durch das Vallunga-Tal, dessen niedrigere Lage uns zumindest vor dem Schlimmsten bewahrte. Am Abend kochten wir gemeinsam. Während mein Vater ein langes Bad nahm, schlug ich mein Tagebuch noch einmal auf. Ich ließ die Gespräche des Tages langsam vor meinem inneren Auge vorbeiziehen und beendete den Eintrag schließlich mit einem einzigen Satz.

    „Ob Regen oder Sonnenschein – allein hier mit meinem Vater zu sein, fühlt sich wie ein Wunder an.“

    An unserem letzten Tag in den Dolomiten hörte der Regen auf, als hätte es ihn nie gegeben. Der Sturm vom Vortag hatte hoch oben in den Bergen eine frische Schneeschicht hinterlassen und den Sommer mit einem unerwarteten Hauch von Winter überzogen. Wir wanderten, solange unsere Beine und tragen wollten, und kehrten erst am späten Nachmittag in die Unterkunft zurück.

    Vor dem Abendessen legte sich mein Vater noch für einen kurzen Mittagsschlaf hin, während ich duschte. Mit noch feuchten Haaren setzte ich mich mit meinem Tagebuch und einem Buch auf den Balkon. Zwei Stunden vergingen, ohne dass ich es bemerkte. Sonnenlicht, eine leichte Brise und Vogelstimmen waren alles, was ich brauchte. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich damit, die kostenlosen Reisebroschüren, die ich unterwegs gesammelt hatte, auszuschneiden und kleine Collagen daraus zu machen ⎯ und den Luxus eines langsamen Nachmittags auszukosten.

    Ganz gleich, was das Leben bereithält ⎯ das Tagebuch macht die Zeit, die mir geschenkt ist, reicher. Meist schreibe ich einfach auf, wie ich einen weiteren Tag irgendwie zu Ende gebracht habe. Doch wenn ich Monate oder Jahre später zu diesen Seiten zurückkehre, zeigt sich derselbe Tag in einem anderen Licht. Plötzlich wird er Teil eines viel größeren Ganzen.

    Mein Vater ist vor einem Monet nach Südkorea zurückgekehrt. Während ich diesen Essay schreibe, habe ich mien Tagebuch aus den Dolomiten noch einmal aufgeschlagen. Erst jetzt wird mir klar, dass allein die Zeit, die wir dort miteinander verbringten durften, ein Wunder war. Nicht nur an den sonnigen Nachmittagen, sondern auch an den Tagen, an denen der Regen unaufhörlich fiel. An den Tagen, an denen wir um meine Mutter trauerten. Und in all den stillen Momenten, in denen wir uns gegenseitig getragen und gemeinsam einen Tag nach dem anderen durchlebt haben.

    Wunder, deren Konturen damals zu verschwommen waren, um sie zu erkennen.

    Auch heute schreibe ich Verzweiflung und Freunde in mein Tagebuch. In der Hoffnung, dass mein zukünftiges Ich eines Tages zu diesen Seiten zurückkehrt und erkennt, dass auch dieser scheinbar gewöhnliche Tag auf seine eigene Weise von wunderbarer Schönheit war. Rückblickend erscheint es mir bereits erstaunlich, dass mir überhaupt die Zeit geschenkt wurde, all das erleben zu dürfen. Vielleicht befinden wir uns auch jetzt mitten in einem Wunder, ohne es zu bemerken.

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  • In the Midst of a Miracle

    In the Midst of a Miracle

    There are times, amid the repetition of ordinary days, when we find ourselves wishing for something extraordinary to happen. Something that might change our lives all at once. Winning the lottery. Finally solving a problem that has weighed on us for years. Moments like these are rare. But stretch that single extraordinary moment across time, and before long it becomes indistinguishable from ordinary life itself, like a rainbow whose edges have faded until they disappear into the sky. Perhaps we move through miracles every day without recognizing them for what they are.

    My father came to Germany after completing the 33-day Camino de Santiago pilgrimage. It was his first time visiting the city where I now live, and I wanted to fill his stay with memories worth keeping. One of them was a trip to the Dolomities, a place he had dreamed of hiking for decades.

    I’m not someone who enjoys traveling with a carefully planned itinerary. I much prefer leaving room for adventure, following whatever unexpected discoveries the day happens to offer. But this wasn’t just another trip. I felt responsible for making it a meaningful one for my father. Whenever I found a spare moment, I caught myself studying maps, comparing routes, and looking for a better trail than the one I’d found the day before.

    Traveling has always been one of my greatest joys. Packing for it, however, remains one of my greatest miseries. Every trip begins with the same impossible puzzle: how to keep my bag as light as possible while somehow making room for everything I might need. I finally finished packing at two in the morning and left for Munich Central Station a few hours later.

    Then, from the very first train, everything began to unravel. Delays rippled through the schedule, one reservation collapsed after another, and only after setting off did I realize that I had brought my German residence card but had absentmindedly switched bags at the last minute, leaving my passport behind. After a brief moment of panic, I did the only thing I could. I Improvised. Friends rushed to Munich with my passport, and somehow I managed to board the last direct train to Brennero just ten seconds before the doors closed. Ironically, had that train arrived on time, I would have missed it entirely.

    By the time we had changed trains, boarded another bus, and finally reached our accommodation, it was nearly nine in the evening. Rain was still falling in steady sheets. We had spent almost twelve hours simply getting there. A full day of a four-day trip gone before it had really begun.

    I was one the verge of panic, but my father kept reassuring me. “It’s alright,” he said. “It’s no big deal.” I felt terribly guilty. He was the one who had endured the exhausting journey, yet he was the one comforting me. There was no point dwelling on everything that had already gone wrong. All we could do was make the most of the time we still had.

    That night, after my father had gone to bed, the rain grew heavier. I switched on a single lamp and opened the book and journal I had brought with me. The forecast promised another fully day of rain, and I couldn’t help feeling a little disappointed. Yet the moment I opened my book, something inside me softened. In a town I had never been to before, reading and writing with the sound of rain outside felt like a small luxury.

    The forecast turned out to be exactly right. It rained without pause the entire next day. We wandered through the village, visited a small museum, and made our way along the Vallunga Valley, where the lower elevation spared us from the worst of the weather. That evening we cooked dinner together. While my father enjoyed a quiet soak in the bathtub, I opened my journal once again. I slowly replayed the conversations we had shared throughout the day, then ended the entry with a single sentence.

    “Rain or shine, simply being here with my father feels like a miracle.”

    On our last day in the Dolomities, the rain stopped as if it had never existed. The storm from the day before had left a generous layer of snow high in the mountains, laying an unexpected veil of winter over the middle of summer. We walked for as long as our legs were willing to carry us. then returned to the apartment in the late afternoon.

    Before dinner, my father lay down for a short nap while I took a shower. With my hair still damp, I settled onto the balcony with my journal and a book. Two hours slipped by almost unnoticed. Sunlight, a gentle breeze, and birdsong were all the soundtrack I needed. I spent the rest of the afternoon cutting up the free travel brochures I’d collected, turning them into small collages, and lingering in the luxury of an unhurried day.

    No matter what life brings, keeping a journal enriches the time I have been given. Most days, I simply write about how I managed to make it to the end of another day. But when I return to those pages months or years later, that ordinary day reveals itself in an entirely different light, becoming part of a much larger landscape.

    My father returned to South Korea a month ago. While writing this essay, I opened the journal I kept in the Dolomities. Looking back now, I realize that simply sharing those days with him was a miracle. Not only on the bright, sunlit afternoons, but also on the days when rain poured relentlessly, on the days we mourned my mother, and in all the quiet moments when we leaned on each other and carried one another through.

    Miracles whose outlines were too faint to recognize at the time.

    So today, I continue to place both despair and joy into my journal, hoping that one day my future self will return to these pages and discover that this ordinary day, too, was beautiful in the way miracles often are. Looking back, it feels astonishing enough that I was given the chance to live through those moments at all. Perhaps, even now, we are walking through the midst of a miracle.

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  • 기적의 한복판에서

    기적의 한복판에서

    비슷한 모습으로 이어지는 하루를 살다 보면, 뭔가 특별한 일이 일어나 삶을 통째로 바꿔 주기를 바랄 때가 있다. 거액의 복권에 당첨되거나, 골치를 썩던 일이 마침내 해결되거나 하는 것들. 그런 극적인 순간은 우리 삶에서 드물게 일어난다. 그러나 특별한 일이 일어나는 시간을 하염없이 늘어뜨리면, 평범한 일상과 구분할 수 없게 된다. 경계선이 아주 희미해진 무지개와 같이. 그래서 우리는 기적 속을 지나가면서도, 그것이 기적인 줄 모른 채 하루를 살아가는지도 모른다.

    아빠가 33일간의 산티아고 순례길을 마치고 독일로 오셨다. 내가 사는 곳에 처음 오시는 만큼, 여기 계실 동안 좋은 추억을 많이 만들어 드리고 싶었다. 그중에는 아빠의 오랜 소원이었던 돌로미티 트래킹도 있었다. 나는 원래 계획을 세워 떠나는 여행을 썩 좋아하지 않는다. 모험과 우연한 발견에 시간을 던져놓는 쪽을 더 좋아한다. 그런데 이건 단순한 여행이 아니었다. 아빠의 좋은 시간을 제대로 책임져야 한다는 마음에, 시간이 날 때마다 더 나은 트레킹 루트와 동선을 찾아보았다.

    여행을 좋아하지만, 여행 짐 싸기는 언제나 가장 힘들고 고통스럽다. 가방 무게를 최대한 줄이면서도 실용적이고 영민한 판단을 내려야 하기 때문이다. 새벽 두 시에 짐 싸기를 겨우 끝내고 다음날 아침 뮌헨 중앙역으로 출발했다. 그런데 첫 기차부터 계획이 죄다 틀어졌다. 기차는 연착되었고, 예약은 줄줄이 꼬였으며, 독일 신분증은 가져 왔으나 여권이 들어 있는 가방을 마지막에 바꿔 챙긴 걸 뒤늦게 알아차렸다.

    마음을 겨우 다잡고 할 수 있는 모든 기지를 발휘했다. 친구들이 여권을 가지고 뮌헨으로 와 주었고, 출발 10초 전 브레네로로 향하는 열차에 오를 수 있었다. 아이러니하게도 기차가 연착되지 않았다면 마지막 직행 열차를 타지 못했을 것이다.

    기차와 버스를 몇 번 더 타고 숙소에 도착했을 때는 밤 9시가 다 되어 있었다. 비까지 주룩주룩 내리고 있었다. 짧은 3박 4일 여행에서 숙소에 도착하는 데만 꼬박 열두 시간을 쓴 셈이다. 패닉에 사색이 된 나를 아빠는 연신 “괜찮다, 별일 아니다”며 진정시켜 주셨다. 아빠께 너무 죄송했다. 아빠가 더 힘드셨을 텐데, 나에게 위로를 건네주셨다. 이미 지나간 일을 붙잡고 있을 수는 없었다. 남은 시간만큼은 잘 보내보자고 마음을 먹었다.

    아빠가 잠드신 밤. 비가 더욱 거세게 쏟아졌다. 작은 조명등만 하나 켠 채 책과 일기장을 펼쳤다. 내일도 종일 비가 내린다는 소식에 걱정스러운 마음이 들긴 했지만, 책을 펼치니 이상하게도 마음이 느슨해졌다. 낯선 동네에서 읽고 쓰는 시간에 빗소리는 오히려 작은 호사처럼 느껴졌다.

    예보는 오차가 없었다. 다음 날은 정말 하루 종일 비가 내렸다. 우리는 할 수 있는대로 마을 주변과 박물관을 산책하고, 지대가 낮은 발룽가 계곡을 걷는 걸로 아쉬움을 달랬다. 저녁을 만들어 먹고, 아빠가 숙소 욕조에서 작은 스파를 즐기시는 동안 나는 다시 일기장을 꺼냈다. 하루 동안 아빠와 나눈 대화를 천천히 떠올리다가, 마지막에 이런 문장을 적었다.

    “비가 오든 말든 아빠와 이곳에 있다는 것 자체가 기적처럼 느껴진다.”

    돌로미티에 머무는 마지막 날, 거짓말처럼 비가 그쳤다. 오히려 전날 내린 비 덕분에 산 위에는 눈이 소복이 쌓여 있었다. 여름 위로 난데 없는 겨울이 한 겹 덮인 것이다. 우리는 하루종일 걷고 싶은 만큼 실컷 걸었다.

    숙소로 돌아와 저녁 먹기 전, 아빠는 잠시 낮잠을 주무셨고 나는 샤워를 했다. 젖은 머리를 말리며 발코니 테이블에 앉아 일기를 쓰고 책을 읽었다. 두 시간이 훌쩍 지나갔다. 햇살과 바람, 그리고 새소리만으로도 충분해서 음악은 따로 틀지 않았다. 무료 여행 안내서를 이리저리 잘라 콜라주를 만들며 느린 오후를 보냈다.

    어떤 상황에서든 일기는 내게 허락된 시간을 풍부하게 만든다. 매번 그저 하루를 어떻게 겨우 마칠 수 있었는지를 기록하고 있지만, 시간이 흐른 뒤 다시 펼쳐 보면 그 하루는 인생이라는 큰 풍경 속에서 다른 모습으로 읽힌다.

    아빠는 한 달 전에 한국으로 돌아가셨다. 이 글을 쓰며 돌로미티에서 쓴 일기를 다시 펼쳐 보았다. 그곳에서 아빠와 함께 보낸 시간 자체가 기적이었다는 생각이 든다. 맑은 날뿐만 아니라 비가 억수같이 쏟아지던 날에도, 엄마를 떠나보내던 날에도, 우리가 서로를 의지하며 하루를 건너던 시간에도 기적은 언제나 곁에 있었다.

    경계가 너무 희미해서 알아보지 못했던 기적들.

    오늘도 절망과 기쁨을 일기에 담는다. 언젠가 다시 이 페이지를 펼쳤을 때 오늘이라는 하루 역시 기적처럼 아름다운 때였다는 사실을 미래의 내가 발견할 수 있도록. 돌아보면, 그 시간을 살아낼 수 있었다는 사실만으로도 이미 충분히 경이롭다. 어쩌면 우리는 지금도 기적의 한복판을 지나고 있는 건지도 모른다.

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  • Atem holen

    Atem holen

    „Warum schreibst du eigentlich Tagebuch?“

    Diese Frage wurde mir unzählige Male gestellt ⎯ vermutlich, weil ich überall ein Notizbuch mit mir herumtrage. Lange wusste ich selbst nicht, wie ich darauf antworten sollte. Sie fühlte sich für mich an, als würde jemand fragen: „Warum atmest du?“ oder „Warum isst du?“

    Seit mehr als dreißig Jahren schreibe ich Tagebuch. Irgendwann haben sich die Jahre ganz leise angesammelt, und das Tagebuchschreiben wurde so selbstverständlich wie das Gehen. Es ist längst keine bewusste Entscheidung mehr, sondern einfach Teil meines Lebens.

    Mein erstes Tagebuch war ein Bildertagebuch. Damals genügte es, mit ein paar einfachen Sätzen und unbeholfenen Zeichnungen festzuhalten, was ich gemacht hatte, wohin ich gegangen war und mit wem ich gespielt hatte. Jedes vollgeschriebene Skizzenbuch erfüllte mich mit einer leisen Freude. Mit den Jahren traten die Zeichnungen immer mehr in den Hintergrund, während die Worte ihren Platz einnahmen. Aus den Skizzenbüchern wurden Notizbücher, und während meiner Schulzeit begann jeder Eintrag mit meinem Tagesplan.

    Die größte Veränderung betraf jedoch nicht den Umfang meiner Einträge, sondern das, was ich festhielt. Irgendwann schrieb ich nicht mehr nur über das, was um mich herum geschah, sondern auch über das, was sich in meinem Inneren abspielte. An manchen Tagen reicht selbst eine ganze Seite nicht aus, um zu begreifen, warum ich so empfand oder was mich tief erschüttert hatte.

    Von da an wurden meine Tagebücher immer länger.

    Mit Anfang zwanzig begann ich, mir immer mehr Fragen über das Leben zu stellen. Wie wollte ich leben? Warum war ich so, wie ich war? Immer wenn diese Fragen zu groß wurden, um sie zu übergehen, zog es mich in die Bibliothek. Ich las in der Hoffnung, dort genau die Einsicht zu finden, die ich in diesem Moment am dringendsten brauchte.

    Immer wieder begegnete ich Sätzen, die sich anfühlten wie Regen auf ausgedörrter Erde. Ich konnte sie nicht einfach zurücklassen. Also schrieb ich sie in mein Tagebuch ⎯ und daneben meine eigenen Gedanken. Nach und nach wurde mein Tagebuch weniger zu einem Protokoll des Tages als zu einem Ort, an dem ich mit dem Leben selbst ins Gespräch kam. Jedes Mal, wenn ich schrieb, hatte ich das Gefühl, wieder etwas tiefer atmen zu können.

    Gedanken und Gefühle, die sich nur schwer nach außen tragen lassen, beginnen auf dem Papier Gestalt anzunehmen. Sie begegnen den Sätzen, die ich aus Büchern mitgebracht habe, vermischen sich mit meinen eigenen Gedanken und werden nach und nach klarer. Wenn ich alles auf das Papier fließen lasse, bleibt am Ende gerade genug Atem für einen weiteren Tag. So wurde mein Tagebuch ganz von selbst zu einer Sauerstoffmaske. Sie war da, wenn mir der Atem stockte, und half mir, wieder zu Atem zu kommen. Wenn mich heute jemand fragt, warum ich seit so vielen Jahren Tagebuch schreibe, würde ich wohl einfach antworten: Um weiter atmen zu können.

    Tagebuch zu schreiben ist für mich ein wilder Garten, für den es nichts weiter braucht als ein Notizbuch und einen Stift. Dort darf alles wachsen, wie es will. Unerwartete Blumen blühen auf. Manchmal wuchert nichts als Unkraut. Und manchmal bleibe ich einfach stehen und beobachte ein namenloses Insekt, das sich irgendwoher dorthin verirrt hat. Dieser Garten musste nie vollkommen sein, um der Ort zu werden, an dem ich mich am wohlsten fühle. Und deshalb werde ich auch weiterhin langsam durch ihn gehen ⎯ und unterwegs die flüchtigen Augenblicke des Lebens bewahren.

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